In Digitale Transformation

Unternehmen wie Amazon oder Zalando sind Meister und Experten im Umgang mit Big Data. gemeint sind damit Datenberge, die sich von den bisherigen Datenbanken hinsichtlich Volumen, Geschwindigkeit des Entstehens des Datenvolumens und aufgrund der Vielfalt unterscheiden. Unternehmen, die sich im Umgang mit Big Data verstehen haben Wettbewerbsvorteile gegenüber jenen, die dieses Handwerkszeug nicht beherrschen. Sie verschenken viele wertvolle Erkenntnisse über ihr Geschäft. Um dies an einem Beispiel aus dem Handel zu verdeutlichen, Die führenden Online Händler haben durch die Sammlung von Bewegungsprofilen der Käufer und der Besucher der Online Shops einen gegenüber dem stationären Handel unschätzbaren Vorteil; sie kennen die Vorlieben der Käufer und können diese Daten zum Beispiel als Verkaufsvorschlag verwenden. Das Maximum des stationären Handels ist die Information welches Produkt der Kunde wann gekauft hat. Ob er es dann noch mit den Informationen der Käuferadresse verbinden kann ist fraglich. Deshalb wundert es die Experten nicht, wenn der stationäre Handel verdrängt wird.

Big Data Beispiele

Was ist unter Big Data zu verstehen?

Big Data gibt es in unterschiedlichen Formen. Die Vielfalt der Informationen ist überwältigend. Sie gibt es als normale Mitteilungen, als Bilder, als Information in sozialen Netzen, als GPS Standortinformationen von Smartphones und so weiter. Viele der für Unternehmen inzwischen wichtigen Informationen sind relativ neu. Die riesigen und permanent wachsenden Informationsmengen stammen aus sozialen Netzen und sind noch relativ jung. Gerne wird vergessen, dass Facebook erst 2004 gestartet ist und Twitter erst 2006 das Tageslicht erblickte.

Die heutigen Datenbanken die für die Speicherung von Informationen genutzt werden sind in ihrer Architektur und Struktur viel älter und können in der Regel die Aufnahme, die Bearbeitung und vor allem die Auswertung dieser Daten nur sehr schwer erledigen.

Welche Datenmengen werden eigentlich erzeugt?

Auf Basis von 2012 entstehen pro Tag rund 2,5 Exabyte an neuen Daten und alle 40 Monate verdoppelt sich die Datenmenge. Im Internet werden heute pro Sekunde mehr Daten bewegt, als dort vor 20 Jahren gespeichert waren. Der amerikanische Retailer Wal Mart produziert nach eigenen Angaben pro Stunde etwa 2,5 Petabyte an Daten aus seine Kundentransaktionen. Ein Petabyte entspricht einer Billiarde Byte oder 1 dem Inhalt von etwa 20 Millionen Aktenschränken voll mit Textdokumenten. Ein Extabyte umfasst nochmals tausendmal soviel, nämlich eine Milliarde Gigabyte.

Worauf kommt es an?

Big Data ist nicht einfach nur ein neuer Begriff. Big Data ist auch nicht eine Variante von Datenanalytik. Es ist die Veränderung der unvorstellbaren Datenmenge, der Geschwindigkeit mit der die Daten erzeugt werden und der Vielfalt wie sie entstehen.

Was wird Big Data an Veränderung bringen?

Es wird für die Rolle der Entscheider zu gravierenden Veränderungen kommen. Entscheidungen werden viel stärker als heute auf Basis von Daten, Datenmodellen und Analysen getroffen werden müssen. Die Entscheidungsvorlagen für das Management werden durch Analytik stärker untermauert.

Wichtig für Manager, die sich mit Big Data beschäftigen wollen, ist die Beschäftigung mit der Technik. Zwei Fragen sind in diesem Zusammenhang wichtig: Was sagen die Daten? und aus welcher Quelle stammen die Daten. Welche Analysen wurden vorgenommen und wie sehr vertrauen wir auf die Ergebnisse?

Wird Big Data schon genutzt?

In vielen Bereichen werden schon Big Data Konzepte eingesetzt. Im Automobilbau, wo eine Lieferkette darauf untersucht wurde, weshalb die Fehlerquote in stieg. Im Kundenservice um die Servicequalität zu messen und gegenbenenfalls Maßnahmen ergreifen zu können. Weitere Beispiele sind natürlich die OnlineHändler oder Hotel-und Reisemanager und viele andere mehr.

Der Forschungsdirektor bei Google, Peter Norvig formulierte es wie folgt: „wir haben keine besseren Algorithmen, wir haben nur mehr Daten“.

Was ist zu tun?

Denken Sie über die Möglichkeiten nach, mit Ihren Datenbeständen zu besseren Managemententscheidungen zu kommen. Die Erfolge sind heute schon messbar, und die Fähigkeit zur Datenauswertung wird über Ihre Zukunft entscheiden.

Quellen:
Dieser Artikel bezieht sich auf Veröffentlichungen des MIT Center of Digial Business und auf dessen Leiter Andrew McAfee.
DBC® Eigene Recherchen Harvard Business School Presse 2009 – Enterprise 2.0


 

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