Aktuelles zu ERP und Digitalisierung

Die Digitalisierung der grosse Business Treiber - Weshalb ist das so?

Geschrieben von Dr. Harald Dreher | May 1, 2020 3:56:59 PM

Ein Hype in der Corona Krise oder Strohfeuer der Anbieter von Digitallösungen?

Kaum eine Errungenschaft beeinflusst die Welt so umfassend und fundamental wie die Informationstechnologie (IT), wie wir sie derzeit erleben. Am deutlichsten ist es nachzuvollziehen, dass die Dienste des Unternehmens Google so selbstverständlich in vielen Arbeitsabläufen genutzt werden. Google ist als Unternehmen erst 17 Jahre alt.

 

 

Die Digitalisierung ist kein Marketingtrend – sie ist ein Business-Treiber.

Das iPhone mit der innovativen (einfachen) Bedieneroberfläche  wurde 2007 vorgestellt. Die IT verändert Arbeits- und Lebensbedingungen, ermöglicht andere Prozesse, schafft Werteversprechen, Kundenerfahrungen neue Dienstleistungen, Produkte und Managementtechniken. Zusammengefasst: Sie ist die antreibende Kraft, der sich keine Branche und kein Unternehmen und kein Unternehmensbereich entziehen kann.

Wir erleben im Rahmen der Covid 19 Auswirkungen der Boom von Video-Meetings und Lifve Streams. Die

Dass die Digitalisierung für den Unternehmenserfolg wichtig ist, ist in vielen Chefetagen inzwischen angekommen. Doch nicht immer manifestiert sich diese Erkenntnis auch in der Einleitung und Umsetzung von Maßnahmen, die das Unternehmen wettbewerbsfähiger macht.

Es gibt in der digitalen Welt keine Geschäftsstrategie mehr, die nicht zugleich auch eine Digitalstrategie ist. Und noch etwas ist entscheidend, sie kann nur erfolgreich sein, wenn an ihrem Entstehen möglichst viele unterschiedliche Abteilungen teilhaben und vor allem, wenn neue, IT gestützte Geschäftsfelder in ihrem Zentrum stehen. Dies vor allem in der Nutzung von Daten, Informationen und deren Auswertung.

 

Was ist die Herausforderung für Unternehmer und Führungskräfte bei der digtialen Transformation?

Die Herausforderung besteht vor allem darin, erst einmal herauszufinden, welche Chancen sich mit einem Digitalen Geschäftsmodell und digtalen Prozessen bietet.

Konkret bedeutet dies, dass Informationen auf zweierlei Arten nutzbar sind: Zum einen beschleunigen und optimieren sie mit ihrer Hilfe die Geschäftsprozesse und Abläufe, zum Anderen helfen Daten, Prozesse zu analysieren und wenn möglich zu automatisieren. Beide Möglichkeiten können auf unterschiedliche Art helfen, Mehrwert zu schaffen.

Worauf sollten Sie im Rahmen der Digitalisierung und damit bei der Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit achten? – Was sind die Ansätze?

  1. Wenn Menschen bei kognitiven Prozessen mit Daten unterstützt werden, hilft ihnen das, die Geschäftsprozesse zu beschleunigen
  2. Im Rahmen einer Automatisierung geht es dagegen darum, das menschliche Element und dessen Eingriff ersetzbar zu machen, indem die Daten dafür sorgen, dass einzelne Prozesse überflüssig werden.In Beratungsprojekten zu Big Data Auswertungen konnten wir heute schon darstellen, dass neues Wissen oder Entscheidungen aus der Datenauswertung erfolgreich ist und neue Erkenntnisse gewonnen werden können. ERP-Systeme (Enterprise-Ressource-Planning-Systeme – Programme, die dafür sorgen, dass Komponenten zur richtigen Zeit und in der richtigen Menge an der richtigen Stelle zur Verfügung stehen), sind ein treffendes Beispiel dafür, dass Prozesse und Abläufe billiger, schneller und weniger stör- und fehleranfällig gemacht werden sollen.

 

 

 

Was bedeutet die Digitalisierung für den IT Leiter oder CIO?

Wir stellen bei unserer Beratung fest, dass die IT-Investitionen in der Regel auf die Geschäftsstrategie abgestimmt ist. Die IT Strategie gilt jedoch häufig eher als zweitrangig und nachgelagert, ähnlich wie wir es mit der Supply Chain erleben. Allzu oft ist der IT Leiter oder CIO zusammen mit seinem Team dafür zuständig, die Ziele und Anforderungen der andern Abteilungen oder Nutzer – oft hören wir auch den Ausdruck „Wunschliste“ möglichst genau umzusetzen und dann ein Portfolio an machbaren Projekten oder Initiativen zu entwickeln.

In Gesprächen mit IT Leitern wurde uns immer wieder bestätigt, dass es schwierig ist, die Wünsche und Ideen der einzelnen Abteilungen und Funktionen für und an eine IT eindeutig formuliert zu bekommen. Da die IT Leiter in den Gesprächen mit Ihren Kollegen nicht immer erfolgreich waren und sind, wurde nicht selten auf eigene Faust gehandelt. Dies führte in nicht wenigen Fällen dazu, dass die Chancen einer gemeinsam definierten Strategie und die Potentiale für geschäftliche Innovationen mithilfe der IT eher schlecht umgesetzt werden.

Es ist nach Auffassung der Berater von Dreher Consulting höchste Zeit, die IT- und die Unternehmensstrategie nicht länger als 2 Paar unterschiedlicher Schuhe anzusehen. Es geht heute darum, IT durch Digitalisierung in das innerste Gewebe des Unternehmens zu integrieren und damit Teil des strategischen Managements und der Denkprozesse im Unternehmen werden zu lassen. Die IT ist heute in der Lage, selbst strategische Optionen zu gestalten und realisierbar zu machen. Wir mussten leider in unseren Projekten beobachten, dass diese Erkenntnis noch nicht sehr verbreitet ist.

An die IT wird häufig erst gedacht, wenn ein Projekt schon auf dem Weg ist, oder Anforderungen an die IT generiert werden, die aus der Projektarbeit stammen. Dann sind die Anforderungen oft definiert, so dass das Gestaltungs- und Optimierungswissen der IT nicht genutzt wird.

 

Was zeichnet eine Digitalstrategie aus?

Während es bei einer IT Strategie vor allem um das Aufstellen des IT-Investitions-Portfolios geht, richtet sich ein Unternehmen, das eine wirkliche Digitalstrategie verfolgt, sich vollkommen auf dieses Ziel aus. Dies aus gutem Grund. Denn wer heute nicht am Ball bleibt, wird in Zukunft Probleme haben, seinen Wertbeitrag effizient zu erwirtschaften. Vertrieb, Marketing, Kommunikation und die Supply Chain, keiner dieser Bereiche wird ohne die Nutzung digitaler Prozesse in der Zukunft seine Aufgabe erfüllen können.

 

Empfehlung für die Digitalisierung und die Digitalstrategie:

  • Wenn ein Unternehmen digitale Kompetenz erarbeiten will, dann muss es die Möglichkeiten der IT Nutzen und deren Potentiale kennen. Dies geschieht nur in der Zusammenarbeit aller Funktionsbereiche und in Gesprächen aller Beteiligten.
  • Damit führt dies zwangsläufig zu einer neuen Rolle des IT Leiters: Vom Technologiemanager zur Führungskraft. Die Aufgaben werden sich von den technologischen auf die strategischen Aufgaben verlagern. Die nahtlose Integration von strategischen Zielen mit technologischem Wissen zur Optimierung der Wertschöpfungskette ist das Ziel. IT Leiter müssen heute anders denken, arbeiten und kommunizieren als Ihre Kollegen in früheren Zeiten.
  • Die Berater von Dreher Consulting unterstützen bei der Definition einer Digitalstrategie und den Anforderungen der Industrie 4.0 an ein Unternehmen. Präsentationen, Workshops, Best Practice Ansätze und vor allem Umsetzung sind unsere Themen, mit denen wir Ihre Digitalisierung realisieren und vorantreiben.