#5 – Was die ERP-Systeme der Zukunft leisten müssen – Interview mit Klaus Weber (BE-terna GmbH)

Die Digitalisierung und Globalisierung verändern unsere Art zu Arbeiten und stellen Führungskräfte und ihre Mitarbeiter vor Herausforderungen. Als Sales Account Manager bei BE-terna – eine der großen ERP-Software-Schmieden im deutschsprachigen Raum- kennt Herr Weber diesen Zustand. Wie er die ERP-Software der Zukunft einschätzt und welche Konsequenzen mittelständische Unternehmen daraus ziehen sollten, erfahren Sie im Dreher Consulting Podcast!

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Transkript Folge #5: ERP-Systeme der Zukunft

Nathalie Dreher: Heute hier bei mir Herr Klaus Weber Sales Accountant Manager der BE-terna Software Gmbh. Herr Weber, schön, dass Sie da sind, vielen Dank.

Klaus Weber: Hallo Frau Dreher. Vielen Dank, dass ich da sein darf.

ND: Dann legen wir doch auch gleich mal los. Was meinen Sie denn, was ist Ihre persönliche Einschätzung: wohin geht die ERP-Software der Zukunft? Also, wie wird sich die ERP-Software der Zukunft entwickeln?

KW: Es gibt – aus meiner Sicht – unterschiedliche Ausrichtungen: Zum einen gibt es immer mehr Funktionalitäten die zur Verfügung gestellt werden, um das Business besser zu unterstützen, wir haben immer mehr Richtung Globalisierung – Themen auch Richtung Lokalisierung. Wir haben aber vor allem den Trend, der dazu führt, mehr und mehr Systeme miteinander zu vernetzen, Systeme zu verbinden und dadurch auch für den Kunden für, die gesamte Lieferkette effizienter zu machen.
Gleichzeitig wird es dazu kommen, dass Informationen nicht nur noch dargestellt werden, sondern dass über moderne Systeme – KI Systeme – Zahlen vorinterpretiert werden und Entscheidungsvorschläge generiert werden.

ND: Einen Teil haben sie davon ja auch gerade schon erwähnt, von diesen Änderungen. Aber was meinen Sie, welche großen Änderungen oder Neuerungen ergeben sich dann durch diese Entwicklung?

KW: Also Änderungen dahingehend, dass diese Systeme immer komplexer werden. Also wir erleben das heute schon, dass die großen Systeme on-premise nur sehr aufwendig betrieben werden können. Es gibt große Server, es gibt einen Bedarf diese ganzen großen Informationen abzuspeichern, zu verwalten, auszuwerten – was eigentlich einem mittelständischen Unternehmen heute fast nicht zuzumuten ist. Deshalb werden viele Dinge praktisch auf Cloud-Dienste gehen. So wie wir es als private Nutzer ja auch alle tun mit unserem iPhone, mit unserem iPad. Diese Dinge werden Änderungen mit sich bringen und werden auch für die mittelständischen Unternehmen Änderungen mit sich bringen, dass sie sukzessive ihre Dienste in die Cloud auslagern werden.

ND: Was bedeutet das dann für Unternehmen die aktuell schon eine ERP-Software im Einsatz haben?

KW: Also, die eine Funktionalität bringt wirklich sehr viel mehr Produktivität. Diese Vielzahl an Funktionen führt aber auch dazu, dass sich ein Mittelständler, der sich wenig mit seinen eigenen Prozessen auseinandersetzt – der vom „Schaffen“, darf ich als Schwabe sagen, lebt – eben auch erschlagen werden kann. Das heißt, die Unternehmen werde sich sehr viel mehr darum kümmern müssen: Was macht mich am Markt aus? Warum bin ich für meine Kunden der richtige Partner, um sie zu beliefern? Bin ich so schnell? Habe ich so ein breites Sortiment?
Man muss sich immer mehr darum kümmern diese Dinge dann auch im ERP-System zuzuschneiden und mich genau darum zu kümmern. Und die restlichen Funktionalitäten dann irgendwie auf ein „Must-Have“ zu bringen. Aber mein „USP“ – darf ich neudeutsch sagen – auch wirklich herauszuarbeiten und das im System entsprechend nachzuvollziehen.

Das Andere wird, neben den Prozessen, das ist ein Thema, das wir immer wieder haben, wird sich vielmehr darum kümmern müssen: An welchem Arbeitsplatz brauche ich welche Information? und wie interpretiere ich diese Information und wie nutzt sie mir um Entscheidungen treffen zu können?
Weil dieses Eingeben und dieses über wiederholte Arbeiten – Kunde, Lieferant – das wird aufhören. Es wird mehr darum gehen Entscheidung zu treffen, Dinge schnell anzutriggern und weiterzuleiten. Und das heißt eben auch für Unternehmen, sich nicht mehr so sehr um den einzelnen Arbeitsplatz zu kümmern, sondern Gesamtabläufe anzuschauen, umzusetzen und diese zu optimieren.

ND: Das wären dann auch Neuerungen und Auswirkungen für Unternehmen die vor einer Software-Auswahl stehen?

KW: Ja, genau. Also die [Unternehmen] müssen sich heute nicht mehr mit dem Ist-Zustand beschäftigen, sondern sie müssen sich mit ihrer Vision beschäftigen: Wo wollen wir hin? Wie wollen wir zukünftig unsere Märkte bedienen und wie wollen wir unsere zukünftigen Mitarbeiter – und das sind eben nicht nur die Bestehenden, sondern das ist auch die junge Generation, so wie Sie, Frau Dreher, die mit modernen Systemen die Kollaboration drin haben, die eine Interaktion drin haben, die intuitiv zu bedienen sind – entsprechend auszuwählen. Dazu muss auch eine Softwareauswahl über ein Beratungsunternehmen – aus meiner Sicht – heute seriös erfolgen. Die Softwareauswahl muss dazu führen, wie vorhin bei den Prozess: Was muss ich beachten? In den Dingen der Zukunft, in meinem Geschäft der Zukunft, aber auch hinsichtlich der Mitarbeiter, die ich in zukunft beschäftigen möchte und die letztendlich für mein Business sorgen.

ND: Also der Blick der Unternehmen muss in die Zukunft gerichtet sein.
Vielen Dank Herr Weber für das Gespräch. Das war sehr interessant, dankeschön.

KW: Ich danke Ihnen.