45-minütiges unabhängiges Strategiegespräch
Das vollständige erste Gespräch mit Dr. Harald Dreher oder dem Senior, der das Mandat führt. Ziel: die Entscheidungslage klären — nicht ein System empfehlen.
Gespräch buchenAusgewählte Kunden aus über 30 Jahren
Was im Maschinen- und Anlagenbau anders ist
Ein Zulieferer fertigt dasselbe Teil in Serie, ein Maschinen- und Anlagenbauer baut für jeden Kunden etwas Eigenes. Das Angebot entsteht, bevor die Konstruktion fertig ist, die Stückliste wächst während der Fertigung weiter, und zwischen Auftrag und Abnahme liegen oft Monate. Der Deckungsbeitrag eines Projekts entscheidet sich deshalb nicht in der Buchhaltung, sondern in der Kalkulation, die das Angebot trägt.
Dazu kommt das Änderungsmanagement. Jede Konstruktionsänderung trifft Aufträge, die schon in Beschaffung oder Fertigung sind, und Teile, die schon bestellt wurden. Und nach der Auslieferung beginnt das zweite Geschäft: Ersatzteile und Service für Anlagen, deren genaue Konfiguration man nach Jahren noch kennen muss.
Eine belastbare Auswahl beginnt deshalb nicht mit dem Anbietervergleich, sondern mit der Frage, wie Ihre Projekte kalkuliert, konstruiert und geändert werden. Wie wir das in einer herstellerneutralen ERP-Beratung aufbauen, und warum die Prozessaufnahme vor der Systemfrage steht, folgt aus dieser Reihenfolge.
Kalkulations- und Stücklistenlogik mit uns durchgehen →Kalkuliert wird im Angebot, gebucht wird in der Fertigung, verglichen wird nach der Abnahme. Ob ein Projekt Geld verdient, weiß man dann, wenn sich nichts mehr ändern lässt. Was der Standard leisten muss: Vor-, Mit- und Nachkalkulation je Projekt auf derselben Struktur, mit Ist-Kosten aus Einkauf, Fertigung und Montage während der Laufzeit.
Die Konstruktionsstückliste im CAD ist nach Baugruppen gegliedert, die Fertigung braucht sie nach Arbeitsgängen und Beschaffung. Wird die Überführung von Hand gemacht, entstehen bei jeder Anlage neue Fehler. Was der Standard leisten muss: mehrstufige Stücklisten mit Übernahme aus CAD und PDM, Überführung in die Fertigungsstückliste und Stücklisten, die im Auftrag ergänzt werden dürfen.
Die Konstruktion ändert ein Bauteil, aber die Bestellung beim Lieferanten läuft weiter, und die Montage baut nach altem Stand. Die Kosten der Änderung tauchen in keiner Kalkulation auf. Was der Standard leisten muss: Änderungsmanagement mit Änderungsindex und Gültigkeit, das betroffene Aufträge, Bestellungen und Bestände zeigt, bevor die Änderung freigegeben wird.
Produkt-, Preis- und Konfigurationsdaten liegen in ERP, CAD/PLM, CRM und Excel und werden mehrfach erfasst. Bei einem Maschinen- und Anlagenbauer mit 250 Mitarbeitenden haben wir 21 Prozessschritte bis zum versandten Angebot, fünf Stellen mit Mehrfacherfassung und 5–7 Stunden je Angebot gemessen. Was der Standard leisten muss: eine Datenquelle für Produkt, Preis und Konfiguration, aus der Angebot, Auftrag und Stückliste entstehen.
Jede Klasse löst die vier Anforderungen an einer anderen Stelle. Die Tabelle beschreibt, wo — und was Sie dafür in Kauf nehmen.
| Systemklasse | Wo die Branchenlogik liegt | Wofür es spricht | Der Preis dafür |
|---|---|---|---|
| Branchen-ERP für den Maschinen- und Anlagenbau | Im Kern des Systems. Projektstruktur, Projektkalkulation, mehrstufige Stücklisten und Änderungsdienst sind Stammdaten und Funktionen, keine Zusatzfelder. | Kürzester Weg vom Angebot zur Nachkalkulation. CAD-Anbindung, auftragsbezogene Stücklisten und Service für die installierte Basis sind im Standard angelegt. | Kleinerer Anbieter, kleinerer Markt für Partner und Personal. Konzernfinanzwesen und internationale Rollouts oft schwächer. Wechselkosten hoch, weil Projekt- und Stücklistenlogik nicht portierbar sind. |
| Standard-ERP mit Branchenaufsatz | Im Aufsatz eines Partners auf einem breiten Basissystem. | Breites Ökosystem, starkes Finanzwesen, Personal am Markt. Projekttiefe dort, wo der Aufsatz sie mitbringt. | Zwei Releasezyklen, die auseinanderlaufen können. Abhängigkeit vom Aufsatz-Partner. Die Tiefe von Projektkalkulation und Änderungsdienst schwankt stark und muss an den eigenen Projekten geprüft werden. |
| Generalisten-ERP ohne Branchenbezug | In der Eigenentwicklung oder in angebundenen Spezialsystemen wie PDM, Projektmanagement und Konfigurator. | Größte Freiheit in der Ausgestaltung. Passung zu Konzernstandards. Niedrigste Einstiegshürde bei Standardmaschinen mit wenig Auftragskonstruktion. | Projektkalkulation, Stücklistenüberführung und Änderungsdienst werden selbst gebaut oder über Schnittstellen angebunden – und selbst gewartet. Jedes Release des Basissystems prüft diese Eigenentwicklung erneut. |
Was die Tabelle nicht entscheiden kann: wie viel Konstruktion je Auftrag entsteht, wie viele Ebenen Ihre Stücklisten haben, wie oft sich ein Auftrag nach der Freigabe noch ändert und wie viel Umsatz Service und Ersatzteile bringen. Diese vier Antworten entscheiden die Auswahl – und keine davon steht in einem Datenblatt. Für die Einordnung im Projekt greifen wir auf unsere Datenbank mit rund 500 Softwareanbietern zurück – herstellerneutral, ohne Provision.
INERATEC wurde 2016 als Ausgründung des Karlsruher Instituts für Technologie gegründet und baut modulare Power-to-Liquid-Anlagen in Containerbauweise, die aus CO₂ und Wasserstoff synthetische Kraftstoffe herstellen – mit Projekten in den Niederlanden, in Chile und im Industriepark Höchst, rund 100 Mitarbeitenden und über 30 Kunden weltweit.
Die IT-Strukturen aus der Startphase konnten das Wachstum nicht mehr tragen: fragmentierte Datensilos zwischen Technik, Produktion und Finanzen ohne durchgängige Prozessintegration, wenig Transparenz über Kosten und Ressourcen je Projekt.
Dreher hat in drei Phasen gearbeitet:
14 Kernprozesse mit 67 Teilprozessen in Engineering, Projektmanagement, Lieferkette und Finanzen aufgenommen
die Abläufe nach dem First-Principle-Ansatz vereinfacht, redundante Freigabeschleifen entfernt und die Stücklistenlogik vereinheitlicht
ein Lastenheft mit 124 gewichteten Anforderungen erstellt und eine Marktanalyse mit sechs ERP-Anbietern durchgeführt
Keine Lizenzen verkauft, keine Herstellerprovision. Unser Honorar ist dasselbe, welches System am Ende gewählt wird.
Zehn Fragen, die Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer aus dem Maschinen- und Anlagenbau uns vor einer ERP-Entscheidung stellen – zu Projektkalkulation, Stücklisten, Änderungen, Service, Maschinenverordnung, Dauer und Kosten.
Ihr Gesprächspartner
Dr. Harald Dreher
Geschäftsführer & Inhaber · Dreher Consulting
Seit 1992 begleitet Harald Dreher Maschinen- und Anlagenbauer im DACH-Mittelstand bei ERP-Entscheidungen – herstellerneutral, ohne Lizenzverkauf. In einem 30-minütigen Gespräch ordnet er ein, welche Systemklasse zu Ihren Projekten, Ihren Stücklisten und Ihrem Änderungsaufkommen passt, und wo eine Auswahl gar nicht nötig ist.
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Zuletzt aktualisiert: 7. Oktober 2026
Das ERP-System, das Projektkalkulation, mehrstufige Stücklisten, Änderungsmanagement und die Anbindung an CAD und PDM im Standard trägt – nicht als Anpassung. Drei Systemklassen erfüllen das auf unterschiedliche Weise. Ein Branchen-ERP für den Maschinen- und Anlagenbau bringt Projektstruktur, auftragsbezogene Stücklisten und Änderungsdienst mit; der Preis ist ein kleinerer Anbieter- und Partnermarkt. Ein Standard-ERP mit Branchenaufsatz verbindet ein breites Basissystem mit der Projektlogik eines Partners; der Preis sind zwei Releasezyklen und die Abhängigkeit von genau diesem Partner. Ein Generalisten-ERP gibt die größte Freiheit, verlangt aber, dass Kalkulation, Stücklistenüberführung und Änderungsdienst selbst gebaut oder angebunden werden. Welche Klasse passt, entscheiden vier Antworten aus Ihrem Betrieb: Konstruktionsanteil je Auftrag, Stücklistentiefe, Änderungshäufigkeit und Servicegeschäft.
Drei Wege zum Start – vom ausführlichen Erstgespräch bis zur schriftlichen Anfrage.
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