IT-Trends 2021 und Prognosen - was kommt auf Sie zu?

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8 Prognosen und IT Trends 2021


Die Covid 19 Pandemie hat gezeigt, daß es im Augenblick mit Prognosen sehr schwierig sein kann, weil sich kurzfristig manches ändert. Dennoch gibt es Trends, die beobachtet werden sollten

Bei allen Restriktionen und Beschränkungen ist etwas unübersehbar: Unternehmen, die im Rahmen der Digitalisierung in der Lage waren, Geschäftsprozesse schnell anzupassen, hatten Vorteile. Sie kommen mit weniger Blessuren, oder sogar gestärkt aus dieser Pandemie.Der derzeit erlebte Wandel ist in vielen Bereichen stark technologiegetrieben. Dies wird sich weiter festigen und vermutlich sogar noch verstärken.

Dieser Artikel zu den IT-Trends 2021 ist entstanden, um Ihnen als Unternehmer oder Geschäftsführer eine Anregung zu geben, über die Sie nachdenken können. Trends richtig eingeschätzt und Maßnahmen eingeleitet, kann Ihnen helfen Ihre Wettbewerbsfähigkeit kontinuierlich zu verbessern.

Ausgangslage: 
In einem Zeitraum von ca. 60 Jahren hat sich die Rechenleistung der inzwischen eingesetzten Computer um etwa das 1 Billionen-Fache vergrößert.
Beschrieben wird dies unter anderem durch das Moorsche Gesetz, bei dem sich die Verarbeitungsgeschwindigkeit von Prozessoren (bzw. allgemein auch Computern) alle 18 Monate verdoppelt und damit exponentiell wird. Inzwischen sind seit der Definition dieses Gesetzes nach Berechnungen ca. 37 Zyklen vergangen, so dass die Kurve jetzt sehr stark ansteigt.
Der Intel Mitbegründer Gordon Moore hat im Jahr 1965 diese, auf rein empirischer Grundlage basierende Vorhersage, daß sich die Anzahl der Transistoren auf einem Chip alle 1,5 Jahre verdoppelt, definiert. Experten gehen davon aus, dass dieses exponentielle Wachstum gegen 2025 ein Ende finden könnte, weil notwendige kleinere Strukturen auf Chips nicht mehr hergestellt werden könnten.
Es gibt aber auch Stimmen, die dieses Ende noch nicht so sehen.

Was bedeutet dies in Zahlen?
Mit anderen Worten bedeutet dies eine Steigerung um das Zehnfache in einem Zeitraum von 5 Jahren und das Hundertfache in 10 Jahren.

Daher ist es kaum möglich. den derzeit stattfindenden technologischen Fortschritt mit den Ergebnissen der letzten 10 Jahre in Beziehung zu bringen. Die technischen Entwicklungen haben einfach zu stark an Geschwindigkeit aufgenommen, weil sie -ähnlich den exponentiellen Wachstumskurven der Covid 19 Verläufe- an Geschwindigkeit (Steigung der Funktion) zugenommen haben.


Trendverläufe und Irrtümer

Es gab schon immer Irrtümer im Rahmen von Vorhersagen. Technologien, die zu früh waren und sich erst noch entwickeln müssen, oder Technologien die einfach wieder verschwunden sind (die Google Glass Brille als Beispiel). Andere Trends sind nicht so schnell gewachsen wie vorhergesehen - zum Beispiel Anwendungen der künstlichen Intelligenz. Dennoch scheinen gerade Anwendungen, die mit Hilfe künstlicher Intelligenz ausgestattet sind, einen Wachstumsschub zu erleben. Täglich nehmen die Anwendungen zu und verknüpfen mehr und mehr Maschinen und Menschen.

Wer ist Treiber solcher Trends?

Insgesamt sind viele Analysten der Ansicht, dass IT-Trends verantwortlich sind, Veränderungen in der Wirtschaft zu pushen und neu zu gestalten. Als Beispiel kann der - auch durch Covid 19 verursachte - Technologieeinsatz im Home Office (Remote Work) dienen. Wie schnell und meist ohne große technische Pannen konnten Arbeitsplätze remote oder ins Home Office verlagert werden. Engpässe bei der Beschaffung von Laptops mit WebCam und qualitativ hochwertiger Ausstattung mit Mikrofon und Lautsprecher, sowie Kamerasysteme für Webkonferenzen, waren längere Zeit zu beobachten. Die Preise für diese Waren sind - unterstützt durch intelligente Preisalgorithmen - zum Teil abenteuerlich gestiegen. Wenn Sie denn auch lieferbar waren. 

Deutlich wurde aber auch, daß durch die Möglichkeit remote zu arbeiten, die Anforderungen an IT-Sicherheit und die Herausforderungen an Cyber-Security gestiegen sind. Angriffe auf IT-Systeme in mittelständischen Unternehmen haben deutlich zugenommen, erreichen aber nicht die Publizität von Cyberangriffen auf prominente, globale Unternehmen.
Als Beispiel soll hier der shut down über mehrere Tage der Funke Mediengruppe, deren Rechner verschlüsselt worden sind, oder der Angriff auf die innersten Quellcodes von Microsoft dieser Tage dienen, in deren Rechnernetze sicherlich nicht so einfach hineinspaziert werden kann. Als Hinweis und Mahnung sollte gerade den mittelständischen und kleineren Unternehmen klar sein, dass ein Schadprogramm auf der Suche nach einer Schwachstelle nicht zwischen klein oder groß unterscheidet. Ein Schadprogramm nimmt auch keine Rücksicht auf die Einstellung, dass es im Unternehmen keine wirklich wichtigen Informationen gäbe, für die sich jemand interessieren könnte.
Die Unterscheidung ist nur: geschützt und sicher für diesen Algorithmus oder ein überwindbares Hindernis und damit ein Einfallstor für Schadsoftware. Können Sie sich vorstellen, wie es sein muss, wenn Sie morgens beim Einschalten Ihres Computers keine Informationen mehr bekommen, sondern die Aufforderung Lösegeld zu bezahlen, damit die Rechner (hoffentlich) wieder entsperrt werden?

Digitalisierung:

Die Digitalisierung und die damit verbundene digitale Transformation wird das Kundenerlebnis stark verändern. Unternehmen, die es verstehen, Geschäftsprozesse auf Ihrer Kunden auszurichten, werden zu den Gewinnern gehören.
Bei allen Befürchtungen, daß dabei Jobs verloren gehen, besteht auch die Sicherheit, dass an anderer Stelle neue, andere Jobs neu entstehen. Eine der Herausforderungen für Unternehmen wird sein, ihre Mitarbeiter weiterzubilden. Dies gilt natürlich auch für die einzubringende Bereitschaft der Mitarbeiter, sich selbst dieser Herausforderung zur Weiterbildung zu stellen.

Not macht erfinderisch: die Covid 19 Krise hat Unternehmen gezwungen, die digitale Transformation zum Teil dramatisch zu beschleunigen. Unternehmen die schnell digitale Fähigkeiten entwickeln, damit sie ihre Widerstandsfähigkeit stärken und sich für die Zeit nach der Pandemie mit moderner IT ausrüsten, werden eine bessere Startposition als ihre statischen Wettbewerber. Dabei ist es wichtig, bei den schnelllebigen Trends und Technologien Schritt zu halten und auch einen Blick über die wichtigsten Trends zu haben.

Um die wichtigsten Trends zu beobachten und zu bewerten hat Dreher-Consulting in den vergangenen Monaten mit vielen mittelständischen Unternehmern und Start-ups gesprochen.
Auf der Suche nach den wichtigsten Trends haben wir dabei diese 8 Trends identifiziert, die heute schon eine größere Auswirkung auf eine Vielzahl von Branchen haben.

 

Trend  Nr. 1: Internet of Behavior (IoB)

was ist darunter zu verstehen: unter dieser Idee wird verstanden, daß Daten genutzt werden, um Verhaltensweisen aufzuzeigen und auch zu verändern. Mit der Zunahme und dem Einsatz von Technologien im täglichen Gebrauch werden mehr und mehr digitale Spuren erzeugt. Diese werden gesammelt, ausgewertet und stehen für Feedbacks zur Verfügung.

Dies wird heute schon in Fahrzeugen eingesetzt, um über Telematikdaten informationen zu erhalten, wieviel Schaltzyklen, welche Beschleunigungswerte erzeugt und um durch plötzliches, scharfes Bremsen Rückschlüsse für das Fahrverhalten zu erhalten. Diese Daten stehen dem Fahrzeughersteller für Fragen der Garantieansprüche, dem Versicherer für die Tarifierung und einem Sachverständigen im Falle eines Unfalls zur Auswertung zur Verfügung. 
Da diese IoB Daten aus vielen verschiedenen Quellen gesammelt, kombiniert und ausgewertet werden kann, sind diese Anwendungen für staatliche und öffentliche Stellen interessant. Anwendungen der Gesichtserkennung zusammen mit immer leistungsfähigeren Algorithmen haben den Trend verstärkt, diese Techniken, wo auch immer, einzusetzen. Daher sind die aufgeworfenen und zum Teil noch nicht endgültig beantworteten Fragen, wem beispielsweise die beim Autofahren erzeugten Daten gehören, dem Fahrer oder dem Autohersteller oder...? unbedingt zu Regeln und nur im gesetzlich zugelassenen Rahmen zu nutzen. 
Ein praktisches Beispiel dafür ist die neu entwickelte Corona Warn-App, die den Datenschutz sicherstellt. Wobei es dabei Stimmen gibt, dass durch eine (temporäre) Aussetzung des Datenschutzes die Wirksamkeit und Auswertemöglichkeit der Corona App erhöht werden könnte.

 

Trend Nr. 2: Künstliche Intelligenz

ein immer noch wachsender Trend. Inzwischen sind Funktionalitäten heute unmerklich in den Alltag eingezogen, die vor wenigen Jahren nur in Science-Fiction-Filmen oder Büchern zu sehen und zu lesen waren. Es ist überhaupt nicht davon auszugehen, dass diese Dynamik zum Einsatz von künstlicher Intelligenz nachlassen wird. Nachdem die ersten KI Anwendungen schon in den späten 1950er Jahren in der Wissenschaft entwickelt wurden, ist genügend Zeit vergangen, dass die Entwicklungen langsam in eine exponentielle Steigung übergeht. 


Viele, tägliche Anwendungen, von der Gesichtserkennung zum Entsperren von Mobiltelefonen, der Spracherkennung von Geräten wie Alexa, die sogar in der Lage sind, einzelne Stimmen zu identifizieren, basieren auf KI-Algorithmen.
Industrielle Mustererkennung, zum Beispiel der Überprüfung auf Fehlstellen in Mustern beim Bedrucken von Bettwäsche, die Auswertung von e-mails und der damit möglichen Vorschläge für (Standard-) Antworten als auch in CRM Systemen eingesetzte KI sind heute Alltag. CRM Systeme sind heute schon  in der Lage, auf Basis der URL einer e-mail Informationen aus unterschiedlichen Quellen über das zugehörige Unternehmen zu sammeln und im ERP-System automatisch an der richtigen Stelle einzutragen.
Anwendungen, bei denen der Mensch mehrere Stunden benötigt, z.B. dem Lesen langer Texte oder Verträge, sind KI-Lösungen in der Lage innerhalb kürzester Zeit die wichtigen Punkte eines Vertrages oder Schriftstück anzuzeigen.

Welche Herausforderungen sind mit dem Einsatz von KI verbunden?

Zunächst sind KI-Lösungen teuer. Bei Investitionen für Entwicklung, Installation, Testen und Betrieb von KI-Technologien sind vermutlich die kapitalkräftigsten Unternehmen und Branchen im Vorteil. Kleinere Unternehmen müssen sich zusammenschließen oder so lange warten, bis die Preise für die Technologie sinken.

 

Trend Nr. 3: IT-Sicherheit / Cybersecurity

Cybersecutity ist ein schon lange strapaziertes Thema, welches eigentlich kein Trend ist, sondern immer schon vorhanden war. IT-Sicherheit war aber immer wieder in Wellen mehr oder weniger präsent.
Im Augenblick werden aber täglich neue Bedrohungen aus dem Cyber Bereich entdeckt. Meldungen über Cyber-Angriffe nehmen auch in der Presse und den einschlägigen Medien mehr und mehr Raum ein.

 
Die einzige Barriere, die zwischen Unternehmen und Angriffen aus dem Netz stehen kann, sind technische Maßnahmen, die eine Cyber-Sicherheit ermöglichen. Mehr und mehr kommt aber auch in das Bewusstsein, daß IT-Sicherheit auch mit dem Ausbildungsstand der Mitarbeiter zusammenhängt.
Interessant mag zwar auf den ersten Blick sein, dass die großen, internationalen Unternehmen auf den ersten Blick im Fokus von Angriffen stehen können. Tatsächlich ist es aber so, dass die mittleren und kleineren Unternehmen einem viel größeren Risiko ausgesetzt sind.
Es gibt Untersuchungen des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) die aussagen, dass bis 2/3 der erfolgreichen Angriffe bei Unternehmen mit weniger als 1000 Mitarbeitern stattfanden.

Inzwischen ist auf der Sicherheitsseite schon einiges positive zum Schutz der Unternehmen geschehen. Probleme bereitet aber, dass es in vielen Fällen schnell ein halbes Jahr dauern kann, bis eine Datenpanne entdeckt wird.  Dies wurde im Augenblick selbst auch bei Angriffen, die bei Microsoft stattfanden, festgestellt.

Das Problem dabei ist, dass in dieser langen Zeitspanne die Möglichkeit für eine Schadsoftware besteht, ein komplettes IT-Netz zu kompromittieren. Damit besteht die Chance, ein System auf einen Schlag komplett stillzulegen und auch Geschäftspartner zu infizieren. Dabei darf nicht unterschätzt werden, daß jeder, der in irgendeiner Form E-Mail-Kontakt nach aussen hat, der häufigsten Form der Cyber Bedrohung durch ein E-Mail-Phishing ausgesetzt ist.

Technologien, die inzwischen entwickelt worden sind, wie zum Beispiel der Schutz von Deepfake sind so komplex, daß sie meist nur durch Spezialisten oder Datenforensiker einsetzbar sind. (Deepfake bezeichnet das Fälschen oder Ändern von Videos oder Audioinhalten mit Hilfe von KI in Echtzeit).

In einer Studie von RiskSense wird dargestellt. dass in Open-Source-Projekten eine Zunahme von Sicherheitslücken um das Doppelte allein vom Jahr 2018 auf das Jahr 2019 festgestellt werden musste.

Diese Zunahme von Sicherheitslücken und das verzögerte Schließen dieser Lücken bieten Angreifern ein großes Eintrittstor in ein Unternehmen. Im Mittelpunkt der Studie standen Open-Source-Anwendungen, die häufig eingesetzt werden, aber wenig Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit erhalten, darunter Jenkins, MongoDB, Elasticsearch, Chef, GitLab, Spark und Puppert. Linux und Wordpress oder Drupal Anwendungen wurden nicht berücksichtigt, weil diese Anwendungen in kurzen Abständen für Schwachstellenschließungen sorgen.

Durch die zunehmende Verwendung von Cloud Lösungen wird die Nutzung von homomorpher Verschlüsselung mehr und mehr zu einem Muss in der IT- und Cybersicherheitsaktivität eines Unternehmens. Dabei gibt es verschiedene Aspekte der Probleme von Verschlüsselung zu beachten.

Sensible Daten, wie zum Beispiel Finanzdaten, als auch personenbezogene Daten müssen im gespeicherten Zustand (data at rest) verschlüsselt werden. Dabei müssen diese Daten auch bei der Übertragung (data in transit) verschlüsselt werden.
Moderne Verschlüsslungsalgorithmen sind nur mit extremen Aufwand zu brechen. Die Problematik der Verschlüsselung ist aber, dass verschlüsselte Daten irgendwann wieder entschlüsselt werden, wenn mit Ihnen gearbeitet werden muss. Die Schwachstelle liegt beim Entschlüsseln der Daten, dort ist ein Angriffspunkt für Hacking. Die inzwischen entwickelten homomorphen Verfahren (fortschrittliche kryptische Verfahren) können das Risiko stark reduzieren oder sogar ausschließen. 

Die meisten Bedrohungen erfolgen auf diesen Federn:

  • Pishing (z.B. die Beschaffung persönlicher Daten wie z.B. Passwörten, Kreditkarteninformationen etc.)
  • Ransomware (Einsatz von Schadsoftware, um die Nutzung von Rechnern und Datenbanken zu verhindern und zu blockieren)
  • Kryptojacking (noch selten eingesetzte Schadsoftware, die sich auf mobilen Geräten und Computern einnisten, dessen Ressourcen nutzen um Online-Geld - Krypowährungen - zu schürfen oder zu minen)
  • IoT-Angriffe (alle Geräte, die in irgendeiner Form mit einer Adresse im Internet verbunden sind, sind für Angriffe anfällig. Dazu gehören Sensoren, Kameras, Smart Watches und vieles mehr)

Dies sind Aktionsfelder, die Geld kosten werden. IT-Sicherheit ist nicht umsonst, aber es gibt dazu keine Alternative. IT- und Cybersicherheit wird mehr und mehr zu Aktionsfeldern von Spezialisten, welche die Unternehmens-IT unterstützen müssen.

Die Anstrengungen von Unternehmern Ihren Mitarbeitern die Möglichkeit zu geben, remote oder im Homeoffice zu arbeiten verfvielfacht gleichzeitig die Zahl der Angriffsmöglichkeiten von aussen. Meist waren die Sicherheitseinrichtungen, die Unterweisungen der Mitarbeiter und auch die Nutzung von VPN Lösungen (ein geschlossenes logistisches Netzwerk, in dessen Verbindungen Daten von aussen geschützt arbeiten) nicht auf dem höchsten Sicherheitsniveau. Parallel dazu birgt jeder Router zuhause, der mit einem Unternehmen verbunden wird, im schlimmsten Fall einen Zugriff auf ein komplettes Firmennetzwerk.

Wichtig dabei ist, daß den verantwortlichen CEO und CIO klar ist, dass wenn sie Digitialisierung sagen, auch immer IT-Sicherheit gesagt werden muss. Wer darauf verzichtet, könnte ansonsten die Erträge seines Unternehmens und das Unternehmen selbst fahrlässig aufs Spiel setzen. 

 

Trend Nr. 4: 5G Netzwerke

Das nächste große Ding wird die mobile Internetkonnektivität, das 5G Netz. Die Entwicklungszeit von annähernd 10 Jahren hat zu einem technisch stabilen Netzwerk geführt, welches nur noch auf die Realisierung wartet. Es bietet eine Übertragungsgeschwindigkeit, die noch nie da war und den bisherigen Standard 4G bei weitem übertrifft. Die Übertragungsrate ist auch schneller als jedes Breitbandnetz welches bisher (in großen Teilen) zur Verfügung steht, da von einer Übertragungsrate in Gigabyts pro Sekunde ausgegangen werden kann.


Diese Möglichkeit wird die Technologie und den Einsatz von smarten Geräten komplett revolutionieren. 5G wird dafür sorgen, dass Anwendungen, die bisher auf Computern erledigt werden mussten, nun in kleinen smarten Geräten erledigt werden können. Damit sind Anwendungen realisierbar, die eine komplexe Berechnung sowie einen großen Datenstrom benötigen. Darunter fallen mehr und mehr autonome Fahrzeuge - (es muss nicht immer nur das Auto sein, sondern auch Flurförderfahrzeuge und autonome Logistik).
Die Netzabdeckung ist derzeit noch nicht ausreichend, um alle Anforderungen zu befriedigen. Die Nutzung und Einrichtung von eigenen 5G Netzen auf eigenem Firmengelände wird einen Automatisierungsschub auslösen. Eine Kommunikation mit Maschinen zur Steuerung von Anlagen, zur vorbeugenden Instandhaltung und vielem mehr, wird in nahezu Echtzeit mit einem bisher nicht darstellbarem Datenvolumen möglich werden.

Womit ist künftig bei 5G zu rechnen?

Bis 2024 werden 40% des Globus mit 5G Netzen abgedeckt sein. Damit werden 25% des weltweiten mobilen Datenverkehrs abgedeckt. Dabei kann ein 5G Netz Millionen von Geräten pro Quadratkilometer bedienen. Die Verbesserung gegenüber der bisherigen 4G Netze ist groß, da in diesem Netz nur mehrere Tausend Geräte unterstützt werden können.
Diese 5G Anwendungen werden Unternehmen vollkommen neue Dienstleistungen und Kundenprozesse ermöglichen, wenn Sie sich mit diesen Anwendungen befassen.

Trend Nr. 5: Virtuelle Realität (VR)

Virtual Reality läßt den Nutzer in eine künstliche Umgebung eintauchen. Dabei wird durch eine Stimulierung seiner Sinne (Hören und Sehen) das Gefühl erzeugt, in einer anderen Wirklichkeit zu sein. Die Grundzüge des VR entstanden in der Spiele-Szene, dort sind Facebook mit Oculus und die PlayStation mit Ihrem VR die Marktführer.

Mehr und mehr nehmen aber Anwendungen zu, die sich von der Gaming Szene weg entwickeln. Inzwischen nutzen Museen oder Themenparks zur Unterhaltung oder auch zur Bildung diese Technik.

Weit verbreitet ist Virtual Reality inzwischen zum Training, zur Qualifikation und Simulation. Anwendungsgebiete sind dabei Luftfahrt, Maschinenbedienungen, Medizintechnik für Chirurgie. Inzwischen werden diese Techniken auch für die Ausbildung im Marinebereich eingesetzt.
Überall dort, wo die Kosten für Training durch den Einsatz von realen Geräten extrem teuer ist, bietet sich diese VR Technik an. Die Kosten pro Flugstunde in einem VR Simulator sind gering, im Verhältnis zu einem Trainingsflug auf einem echten Airbus, egal welches Modell geflogen wird.

Die VR-Anwendungen werden noch an Fahrt aufnehmen.
Ein Hemmschuh dabei sind die derzeit noch (klobigen) Geräte wie VR Brillen. Gute Hardware ist meist noch sehr teuer, Anwender sind zusätzlich oft noch örtlich gebunden. Wenn einfache eigenständige Headsets und Brillen genutzt werden, ist meist das grafische Erleben noch nicht auf dem notwendigem Niveau. Dies alles wird sich aber sehr schnell ändern und kostengünstig und in vielen Fällen auch ortsunabhängig stattfinden.
Anwendungen im Hochbau sind erst im Kommen, da noch nicht sehr viele Planer und Bauunternehmen im Rahmen von BIM Initiativen (Building Information Modeling) die notwendigen Daten liefern, um in einem Gebäude wirklich umhergehen zu können. Hier finden aber derzeit große Schritte nach vorne statt.

Anwendungen im Maschinenbau (der digitale Zwilling) sind schon weiter fortgeschritten. Der Grund dafür liegt auch im längeren Erfahrungshorizont von CAD Entwicklern mit 3D Skills und Simulationen. Maschinenverhalten, Stabilitätsberechungen und das Bedienen des digitalen Zwillings können erprobt werden, bevor das erste Teil einer Maschine produziert wird. Anwendungen der Wartung von ganzen Anlagen überall auf der Welt können Simultan im Servicecenter mitverfolgt und damit der Servicemitarbeiter vor Ort direkt unterstützt werden.

 

Trend Nr 6: Augmented Reality (AR)

Meist wird Augmented Reality mit Virtual Reality verwechselt. Sie sind sich in bestimmten Punkten ähnlich, aber dennoch im Kern grundverschieden. AR erweitert eine reale Ansicht um digitale Bilder.

Meist handelt es sich dabei um eine Applikation (APP) die auf einem Smartphone mit eingebauter Kamera arbeitet. Dabei wird ein digitales Bild in ein, durch die Kamera aufgenommenes, reales Bild eingeblendet und überlagert. Derzeit sind die Anwendungen noch so, dass erkennbar ist, wenn ein künstliches Bild die Realität überlagert. Zum Teil ist dies auch gewollt und notwendig um den Nutzer zu führen. Der Ursprung dieser Technik kommt auch aus der Gaming Szene, Snapchat oder Pokemon Go waren first mover dieser Anwendungen.

Im Consumer Einsatz ist eine der bekanntesten Augmented Reality Anwendungen die App von IKEA, bei der Nutzer Ihrer Wohnung mit der Handykamera aufnehmen und aus einer Bibliothek Ihr Möbelstück hinzufügen können. Damit ist es möglich, eine Wohnungseinrichtung virtuell zu gestalten, ohne zunächst diese Möbel bestellen zu müssen, aber dennoch eine Vorstellung davon zu bekommen, wie die Wohnung durch die Einrichtung gestaltet werden kann.

In erweiterten Navigationssystemen in Fahrzeugen wird inzwischen auch AR verwendet. Damit ist es möglich. Echtzeitansichten in die Route einzublenden und die Strasse anzuzeigen. Selbst Motorrad-Helmhersteller experimentieren heute mit AR Anwendungen, um auf das Visier des Helms Anzeigen zu projizieren, die für den Fahrer wichtig sind. Dies können Geschwindigkeit, Gefahrmeldungen oder der weitere Strassenverlauf sein. Den Ideen sind keine Grenzen gesetzt. 
Im medizinischen Bereich werden Anwendungen genutzt, um Chirurgen Informationen in 3D zu ermöglichen, um sie bei schwierigen Operationen zu unterstützen.

 

Trend Nr. 7: Chatbots

Der Urahn der Chatbots war aus unserer Sicht die Telefonanlage mit Ansagetext.
Wenn Sie dies wollen, drücken sie die 1, wenn Sie jenes wollen, drücken sie die 2. Wer kennt diese (nervigen) Ansagen nicht? Inzwischen haben diese Ansagedienste Nachfolger bekommen. Chatbots, die auf vielen Webseiten wie störende und aufdringliche Sprechblasen auftauchen.

Dennoch, durch die ständige Verbesserung des maschinellen Lernens sind Chatbots extrem beliebt geworden. Deren Nutzung hat auch an Einfachheit gewonnen. Kombiniert mit natürlicher Sprachverarbeitung (Natural Language Processing, NLP) konnten reaktionsschnelle und bessere Konversationsagenten geschaffen werden. Damit sind Chatbots auf dem Weg zu den beliebtesten SMB-Technologietrends (Server-Message-Blocks) zu werden.

Was ist die Aufgabe eines Chatbots?

Ein Chatbot ist eigentlich ein Programm, dessen Hauptaufgabe darin besteht, eine Unterhaltung mit einem Menschen zu simulieren. Die Anwendungen von Chatbots ist nicht mehr neu, sondern schon in einem fortgeschrittenen Stadium. Sie hat eine Marktreife erlangt. Inzwischen gibt es Stimmen, die eine Kennzeichnung verlangen, wenn sich ein Anwender in einer Kommunikation mit einer Maschine befindet und sich nicht mit einem realen Menschen unterhält.
So perfektioniert sind manche Algorithmen. Die Wachstumsaussichten für den Einsatz von Chatbots werden als ausgezeichnet prognostiziert. 

Durch die Anwendung von KI-Elementen werden Chatbots heute mehr und mehr auch KI-gesteuert und damit in Ihren Anwendungen immer menschenähnlicher. Daher werden sie gerade in der Erstkommunikation oder im Kundendienst bevorzugt eingesetzt. Die Nutzung von Sprachsteuerung über Lautsprecher und Mikrofon erzeugt beim Nutzer ein Spracherlebnis, um ihm eventuell ohne menschliches Zutun eine Antwort auf seine Fragen zu liefern. Das Ziel beim Einsatz von Chatbots ist es, den menschlichen Aufwand beim Erstkontakt zu reduzieren. Der Haupteinsatz von Chatbots wird im Augenblick im Kundendienst gesehen. 

Welche Herausforderungen gibt es beim Einsatz von Chatbots?

Die Entwicklung von Chatbots steht im direkten Zusammenhang mit den Fähigkeiten der natürlichen Sprachsteuerung. Die Interpretation von Text, der in einen Bot eingegeben wird, gehört bei dieser Entwicklung selbstverständlich auch dazu und kann einer Anwendung heute noch Grenzen setzen.

Unzureichende Antworten, Fehlinterpretationen oder falsche Antworten können Anwender frustrieren oder in der Nutzung einschränken.

Die Entwicklung von Chatbots mit komplexen Fähigkeiten ist nicht umsonst. Aber die prognostizierten Entwicklungen für den Einsatz von Chatbots zeigen in eine positive Zukunft. Es wird davon ausgegangen, daß in kurzer Zeit ca. 80% aller Kundendienstanfragen durch Chatbots abgewickelt werden.

In Studien wurde bei Befragungen festgestellt, daß der Einsatz von Chatbots bei:

ca. 60% der Befragten einen 24/7 h Service erlaubt
ca. 55% eine sofortige Antwort durch einen Bot positiv finden
ca. 50% einen Chatbot praktischer finden, als eine Webseite zur Problemlösung

 

Trend Nr. 8: Blockchain

Die Blockchain ist im eigentlichen Sinn nur eine Aneinanderreihung von Datenbeständen, denen immer nur etwas hinzugefügt werden kann, ohne dass die vorhergehenden Blöcke verändert werden können.

Die der Blockchain zugeschriebene Sicherheit entsteht aus dem Umstand, dass vorhergehende Daten nicht verändert werden können. Dies ist der zentrale Aufhänger der Blockchain.
Die Blockchain Technologie kann im Rahmen von IoT-Geräte-Sicherheit eingesetzt werden. In der Finanzbranche werden Blockchains eingesetzt, um Transaktionen sicherzustellen. Beim Kauf von Immobilien sind sie einsetzbar sparen Kosten und bieten Transparenz.

Der Zusammenhang von Blockchain und Kryptowährungen ist offensichtlich. Die bekanntesten Kryptowährungen sind Bitcoin, Ripple, Tether und Euthereum.
Inzwischen überlegt sogar die Europäische Zentralbank (EZB) ob es nicht sinnvoll ist, eine Generierung einer eigenen Kryptowährung auf den Weg zu bringen. Erste Tests sollen bis Mitte 2021 laufen, danach wird die EZB über ein Projekt zum Digitalen Euro entscheiden.

Eine positive Entscheidung der EZB würde diesem Trend sicherlich einen Push geben. Derzeit sind wir als Dreher Consulting beim Thema Blockchain aufmerksamer Beobachter und werden dieses Thema sicherlich wieder beim Trend 2022 wieder behandeln.

Die IT-Landschaft unterliegt der ständigen Veränderung

Die Technologietrends für 2021 und darüber hinaus haben den Schwung der letzten Jahre mitgenommen. Durch die erzwungene digitale Transformation, im Schlepptau der Covid 19 Problematik, waren Unternehmen bereit sich mit digitalen Geschäftsprozessen auseinanderzusetzen.

Wichtig dabei ist: einen analogen Prozess zu digitalisieren ist keine Digitalisierung.
Digitalisierung und digitale Transformation geht einher mit einer Kundenorientierung und kundenzentrierten Prozessen, die eventuell bisher noch nicht existieren oder bestehende Kundenprozesse verbessert werden können. Daraus können neue wertschöpfende Prozesse generiert und die Wettbewerbsfähigkeit verbessert werden.

Unabhängig davon wird es dennoch genügend Stimmen geben, die zur Zurückhaltung mahnen oder die im bisherigen Geschäftsmodell keine Veränderungsnotwendigkeit sehen. Manche Techniken sind auch noch nicht in einem stabilen, ausgereiften Stadium. Dennoch wird sehr viel Potential in diesen Techniken gesehen. Dazu gehören nach unserer Analyse auf jeden Fall Anwendungen der 5G-Netzwerktechnologie, der virtuellen Realität sowie der Einsatz von KI Elementen und Chatbots.

Wir können auf jeden Fall die Schlussfolgerung ziehen, dass der Zug der IT-Trends nicht aufzuhalten ist. Prüfen Sie für sich und Ihr Unternehmen, welche Trends für die Erhöhung Ihres Marktanteils wichtig sind und nutzen Sie die Chancen der Umsetzung.
Es wäre schade, wenn gerade Sie nicht mitfahren würden und es damit bald bereuen müssten.

Wenn Sie Fragen zu den einzelnen Trends haben, oder Anmerkungen aus Ihrer Erfahrung mitteilen wollen, lassen Sie mich es bitte wissen oder nehmen Sie einfach Kontakt mit mir auf. Ich freue mich auf Ihre Kommentierung.

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