Warum das zählt. Der DSAG-Investitionsreport 2026 zeigt: 56 % der Anwenderinnen und Anwender setzen weiterhin S/4HANA On-Premises ein, 54 % halten an ECC fest, und 43 % arbeiten bereits an konkreten KI-Use-Cases. Die richtige ERP-Lösung erkennen Sie nicht an der Anbieterliste, sondern daran, wie ehrlich sie Ihre Anforderungen, Ihre Daten und Ihre Exit-Optionen ausweist.
Wann dieser Vergleich passt — und wann nicht
Dieser Vergleich passt, wenn:
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Sie eine ERP-Lösung suchen und vor der Anbieter-Shortlist klare Auswahlkriterien definieren wollen;
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Sie 7- bis 10-Jahres-Lifecycle-Kosten und Vendor-Lock-in als gleichrangige Hebel zur Funktionalität betrachten;
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Sie eine unabhängige Bewertung wünschen — frei von Anbieter-Affiliation.
Dieser Vergleich passt nicht, wenn:
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ein konkreter Anbieter politisch bereits gesetzt ist;
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es um eine reine Versionsmigration ohne Lösungswechsel geht;
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die Datenarchitektur und die Process Owner noch ungeklärt sind.
Die vier Differenzierungskriterien
ERP-Lösungen unterscheiden sich nicht primär über Module, sondern über vier strukturelle Hebel. Eine unabhängige Bewertung — frei von Anbieter-Affiliation — ist das Mindeste, was eine ERP-Auswahl trägt.
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Anforderungs-Fit: Welche Ihrer zwölf bis zwanzig Kernprozesse deckt die Lösung im Standard ab, welche nur mit Customizing? Output: dokumentierte Fit-Gap-Analyse.
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Datenarchitektur: In welchem Format liegen Ihre Daten nach der Einführung, und wie portierbar sind sie? Proprietäre Formate erhöhen die Wechselkosten messbar.
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KI-Belastbarkeit: Drei Viertel der KI-Use-Cases im DACH-Raum laufen heute auf Non-SAP-Stacks. Prüfen Sie, ob Ihre Lösung KI-Erweiterungen erlaubt, ohne dass Sie das System komplett tauschen.
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Exit-Klauseln: Indexierung der Subscription-Gebühren, Auto-Renewal und Datenherausgabe nach Vertragsende — das sind die echten TCO-Hebel.
Typischer Fehler und wie Sie ihn vermeiden
Ein Maschinenbauer aus Baden-Württemberg mit 280 Mitarbeitenden wählte 2022 eine ERP-Lösung aus einer Anbieter-Bestenliste, ohne Exit-Klauseln zu verhandeln. Drei Jahre später scheiterte die geplante KI-Erweiterung am proprietären Datenformat — und der Wechsel kostete das Unternehmen zwölf Monate Migrationsaufwand.
In der Praxis funktioniert ein ERP-Vergleich nur, wenn er drei Schichten ehrlich ausweist: Anforderungen, Daten, Vertrag. Aus über 1.200 begleiteten Auswahlprojekten lernen wir, dass die Wahl der Lösung weniger eine Produktfrage ist als eine Frage der Anforderungsklarheit.
Was Sie als Nächstes tun
Wenn Sie prüfen möchten, wie belastbar Ihre engere Auswahl heute ist:
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Drei kritische Geschäftsentscheidungen benennen (z. B. Auftragsfreigabe, Bestandsbewertung, Monatsabschluss).
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Pro Entscheidung prüfen, ob die Lösung diese im Standard oder nur mit Customizing stützt.
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Datenexport-Format und Exit-Klausel prüfen. Was Sie nicht herausbekommen, gehört nicht in Ihren Vertrag.
Wir können diese Prüfung mit Ihnen strukturiert durchführen und in ein anbieterneutrales Score-Modell überführen — das verkürzt den Vergleich um Wochen.
FAQ
Drei bis fünf Lösungen. Weniger erlaubt keinen aussagekräftigen Vergleich, mehr verwässert die Bewertung und bindet Ressourcen, die in der Anforderungsarbeit besser aufgehoben sind.
Cloud lohnt sich bei stabilen Standardprozessen, kleinen IT-Teams und geringerem Customizing-Bedarf. On-Premise bleibt vorteilhaft bei tief integrierter Fertigungssteuerung und strengen Datenresidenz-Anforderungen.
Mindestens drei: vollständige Datenherausgabe in offenem Format, Deckelung der Indexierung von Subscription-Gebühren, und eine Kündigungsoption ohne automatische Verlängerung über die Initialvertragslaufzeit hinaus.