Warum das zählt
Großhändler stehen unter Margendruck und gleichzeitig wachsendem Digitalisierungsdruck durch B2B-Online-Plattformen. Roland Berger zeigt, dass fast ein Viertel der digitalisierenden Großhändler ihren Gewinn messbar verbessert.
Beispiel aus der Praxis
Ein technischer Großhändler mit 180 Mitarbeitenden in Nordrhein-Westfalen reduzierte seine Bestellabwicklungszeit um 42 Prozent, nachdem sein ERP eine direkte Anbindung an den B2B-Shop und an die wichtigsten Lieferantenportale erhielt.
Verwandte Begriffe: branchenspezifische ERP-Beratung, ERP-Auswahl im Handel, ERP-Digitalisierung verstehen.
Was Großhandel-ERP von Standard-ERP unterscheidet
Drei Tests separieren tragfähige Lösungen von generischen Suiten: erstens die Tiefe der Variantenpreis-Logik, zweitens das integrierte Warehouse-Management ohne Drittsystem, drittens die nativen B2B-Portal-Funktionen für Stammkunden und Außendienstler.
Vom ersten Prinzip her gedacht lautet die Frage nicht welcher Anbieter, sondern welche drei Margenbasispunkte das System verteidigen muss. Funktionen, die das nicht tun, sind Kostentreiber ohne Wirkung.
Welche Module der Großhandel typischerweise braucht
- Warenwirtschaft mit Mehrlager und Chargen- oder Seriennummern-Verfolgung.
- Vertriebssteuerung mit Außendienst-Touren und mobiler Auftragserfassung.
- Einkaufsdisposition mit Lieferantenbewertung und Bestellvorschlägen.
- Finanzwesen mit Provisionsabrechnung und mehrstufiger Kostenrechnung.
- B2B-Portal-Anbindung mit kundenspezifischen Preislisten.
Was im Großhandel oft fehlt
Listenpreise sind selten die echten Preise: Mengenstaffeln, Aktionspreise, Kundenrabatte und Saison-Konditionen werden in einem schlanken ERP-System häufig nicht sauber abgebildet und tauchen dann als manuelle Korrekturen im Tagesgeschäft auf.
Mehr dazu: vertiefte ERP-Definition.
Nächster Schritt
Möchten Sie prüfen, welche Großhandelsprozesse Ihre ERP-Auswahl wirklich treiben sollten, vereinbaren Sie ein Sondierungsgespräch.