Warum das zählt
Eine Fraunhofer-Studie zeigt, dass 86 Prozent der ERP-Anbieter Schnittstellen als zunehmend wichtig einstufen. Ohne saubere Integration entstehen Datensilos, die jeden Modernisierungsversuch ausbremsen.
Beispiel aus der Praxis
Ein Konsumgüter-Hersteller in der Schweiz mit 320 Mitarbeitenden ersetzte vierzehn nächtliche Batch-Jobs durch APIs und eine iPaaS-Schicht. Die Datenfrische verbesserte sich von 12 Stunden auf 90 Sekunden, manuelle Abstimmungen entfielen fast vollständig.
Verwandte Begriffe: Vorteile integrierter ERP-Systeme, Stammdaten als Integrationsbasis.
Die wichtigsten Schnittstellenarten im Vergleich
Vom ersten Prinzip her gedacht wählen Sie den Schnittstellentyp nach Datenfrische und Geschäftsauswirkung: Echtzeit-Bedarf führt zu APIs, Massendaten zu Datei oder ETL, komplexe Landschaften zu iPaaS oder ESB.
- REST-API: Echtzeit, strukturiert, modular. Standard für Cloud-ERP und moderne Web-Anwendungen.
- Dateischnittstelle (CSV, XML): Einfach umzusetzen, ideal für Massendaten und nächtliche Übertragungen.
- iPaaS (Integration Platform as a Service): Zentrale Schicht für Routing, Transformation und Monitoring komplexer Landschaften.
- ESB / Middleware: Klassisch für viele heterogene Systeme im on-premise Umfeld.
- EDI: Standardisierter B2B-Austausch mit Lieferanten, Kunden und Logistikpartnern.
Was häufig vergessen wird
Jede Schnittstelle braucht einen benannten Owner, ein SLA und einen Stilllegungsplan ab Tag eins. Schnittstellen ohne Verantwortliche werden zu unsichtbaren Schuldenträgern, die spätestens beim nächsten Versionssprung Kosten auslösen.
Mehr dazu: ERP-System Definition.
Nächster Schritt
Möchten Sie Ihre ERP-Schnittstellen-Landschaft bewerten lassen, vereinbaren Sie eine Bestandsaufnahme.