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EAM-Frameworks im Mittelstand: TOGAF & ArchiMate | Dreher Consulting

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TOGAF, Zachman, ArchiMate 4.0, BIZBOK, SAFe, COBIT — welche Frameworks im DACH-Mittelstand wirklich tragen, welche kombinieren sich, und welche man bewusst weglässt.

Dr. Harald Dreher By Published: Jun 15, 2026 7 Minuten Lesezeit

TOGAF, Zachman, ArchiMate 4.0, BIZBOK, SAFe, COBIT — welche Frameworks im DACH-Mittelstand wirklich tragen, welche kombinieren sich, und welche man bewusst weglässt. Aus 1.200+ Projekten.


AM-Reihe · Teil 3
Teil 1: ERP-Auswahl auf Architektur-Basis · Teil 2: EAM in der digitalen Transformation. Dieser Beitrag widmet sich der Framework-Frage — welche Bausteine wann tragen, und welche man im Mittelstand bewusst weglässt.

 

 

Aus unserem Beratungsalltag

In vielen Erstgesprächen mit Mittelstands-Geschäftsführungen liegt dieselbe Frage auf dem Tisch: „Sollen wir TOGAF einführen?" Die ehrlichste Antwort lautet fast immer: Nein — jedenfalls nicht so, wie es in der Schulungsbroschüre steht. TOGAF ist ein 700-seitiger Standard, der für Großkonzerne mit dedizierten Architektur-Teams konzipiert wurde. Wer das ungefiltert in ein Unternehmen mit 300 Mitarbeitenden hineinträgt, importiert Konzern-Bürokratie statt Klarheit.

Das eigentliche Problem ist selten welches Framework — sondern wie viel Framework überhaupt sinnvoll ist. Wir haben in Mittelstandsprojekten gesehen, dass drei Wochen pragmatisches Tailoring mehr bewirken als sechs Monate orthodoxe TOGAF-Schulung. Aus der Vorgehensweise unserer letzten 100 Projekte hat sich ein Muster herauskristallisiert: nicht eine Standardmethode, sondern ein Methoden-Toolkit, das auf den jeweiligen Mandanten angepasst wird. Genau dieses Tailoring ist der Punkt, an dem Frameworks vom theoretischen Ballast zum operativen Hebel werden.

Der Maßstab dafür ist nicht „Wie viele Modelle haben wir gezeichnet?", sondern: Hat eine Geschäftsführerin oder ein Geschäftsführer am Ende des Workshops eine Entscheidung getroffen, die sie oder er ohne das Framework nicht hätte treffen können?

 

 

Die wichtigste Antwort in 60 Sekunden

Frameworks sind Werkzeugkasten, nicht Religion. Im Mittelstand zählt die Kombination.

Kein einziges Framework — weder TOGAF 10, ArchiMate 4.0 (April 2026), Zachman, BIZBOK v15, SAFe 6.0, COBIT 2019 noch IT4IT — wurde primär für mittelständische Unternehmen geschrieben. Die richtige Antwort ist deshalb fast immer eine schlanke Kombination: ArchiMate für die Visualisierung, ausgewählte TOGAF-Bausteine (ADM-Zyklus, Capability-Modell), bei Bedarf BIZBOK für die fachliche Sicht.

Bei Dreher Consulting verstehen wir Frameworks als Orientierungshilfe, nicht als Dogma — kombiniert mit langjähriger Mittelstandserfahrung und ergänzt durch KI-gestützte Analysen. 33+ Jahre Beratung, 1.200+ Projekte, 100 % herstellerunabhängig. Sie sprechen direkt mit Dr. Dreher, nicht mit einer Junior-Beraterin im dritten Subteam.




Was ein Architektur-Framework wirklich leistet — und was nicht

Ein Architektur-Framework ist kein Ergebnis. Es ist eine Sprache, eine Struktur und ein Vorgehen, das die Komplexität moderner Unternehmensarchitekturen handhabbar macht. Die Komplexität wächst — Geschäftsmodelle verschieben sich, Cloud, KI und Plattformen treiben heterogene Landschaften, Regulatorik wie der EU AI Act und NIS-2 fordern Nachweispflichten. Frameworks geben dieser Komplexität ein Raster.

Konkret leisten Frameworks vier Dinge:

  • Sie strukturieren und dokumentieren Architekturelemente — Capabilities, Datenobjekte, Anwendungen, Technologien — in einer konsistenten Notation.
  • Sie schaffen eine gemeinsame Sprache zwischen Fachbereichen und IT, sodass Vertrieb und Entwicklung über dasselbe sprechen, wenn sie „Capability" oder „Service" sagen.
  • Sie bieten ein Vorgehen für Analyse, Planung und Transformation — typischerweise einen iterativen Zyklus, der von der Geschäftsstrategie bis zur Implementierung führt.
  • Sie verankern Best Practices und Standards aus tausenden Projekten weltweit — und schützen davor, jedes Architekturproblem von Grund auf neu zu erfinden.

Was Frameworks nicht leisten: sie treffen keine Entscheidungen. Sie ersetzen keine Geschäftsführung, keine Verhandlung mit Anbietern, keine politische Klärung zwischen Fachbereichen. Wer ein Framework als Selbstzweck einführt, hat die wichtigste Erkenntnis aus 30 Jahren Architekturpraxis übersehen: Aus unserer Erfahrung ist die Kennzahl, die wirklich zählt, nicht die Vollständigkeit der Modelle, sondern die Reaktionszeit auf eine Architekturfrage aus dem Lenkkreis.




Die drei Klassiker im Profil: TOGAF · Zachman · ArchiMate

Wer in Architekturkreisen mitreden will, kennt diese drei Namen. Wir haben sie in Hunderten Mittelstandsprojekten eingesetzt — und ebenso oft bewusst nicht eingesetzt. Ein ehrliches Profil pro Framework, ohne Folklore.

TOGAF 10

The Open Group · seit 2022

Der weltweit verbreitetste EAM-Standard. Vier-Dimensionen-Modell (Business, Application, Data, Technology) plus iterativer Architecture Development Method (ADM)-Zyklus.

Stärken

Vollständiger methodischer Rahmen

Globale Verbreitung, große Community

Frei für interne Nutzung

Schwächen

Sehr umfangreich, hohe Einstiegshürde

Tendiert zu Konzern-Formalismus

Ohne Tailoring im KMU schwer tragbar

Mittelstands-Fit: Eingeschränkt komplett, aber Bausteine wie ADM-Zyklus und Capability-Modell sind sehr nützlich, wenn pragmatisch adaptiert.

Zachman Framework

Zachman International · 1987

Eines der ältesten Modelle. Eine zweidimensionale Matrix (Was, Wie, Wo, Wer, Wann, Warum × Stakeholder-Sicht) — mehr Ordnungsraster als Methode.

Stärken

Hohe konzeptionelle Klarheit

Saubere Trennung der Sichten

Universelles Strukturraster

Schwächen

Keine Vorgehensanleitung

Keine Werkzeuge oder Prozesse

Reines Denkmodell

Mittelstands-Fit: Begrenzt operativ, aber wertvoll als Diskussionsraster in Workshops, wenn Sichten zwischen Fachbereich und IT auseinanderlaufen.

ArchiMate 4.0

The Open Group · April 2026

Keine Methode, sondern eine standardisierte Modellierungssprache zur Visualisierung von Architekturen. ArchiMate 4.0 ist die größte Erweiterung seit Version 3.0 und besonders kompatibel mit TOGAF.

Stärken

Klare, präzise Notation

Ausgezeichnete Tool-Unterstützung

Vendor-neutral, weltweit lesbar

Schwächen

Lernkurve bei der Notation

Im Mittelstand noch wenig bekannt

Keine Vorgehens- oder Prozesslogik

Mittelstands-Fit: Sehr gut, sofern schlank visualisiert wird (z.B. mit Sparx EA, Archi, BiZZdesign). Unsere häufigste Empfehlung als Visualisierungssprache.

Unsere Einordnung: TOGAF ohne ArchiMate fühlt sich an wie ein Architekt ohne Zeichenstift. ArchiMate ohne TOGAF (oder ein gleichwertiges Vorgehen) fühlt sich an wie ein Zeichenstift ohne Architekt. Erst die Kombination liefert im Mittelstand verlässlich.




Die Vergleichsmatrix: Wo welches Framework wirklich liefert

Für den schnellen Überblick — anhand der Kriterien, die im Mittelstand tatsächlich zählen, nicht nach akademischer Vollständigkeit.

Kriterium TOGAF 10 Zachman ArchiMate 4.0
Strukturierungsgrad Hoch Hoch Mittel
Methodik enthalten Ja (ADM) Nein Nein
Visualisierungsqualität Konzeptionell Gering Hoch
Praxistauglichkeit Mittelstand Mittel (mit Tailoring) Gering Hoch (mit Toolwahl)
Bekanntheit DACH Sehr hoch Mittel Steigend
Tool-Unterstützung Sehr gut Gering Sehr gut
Einstiegskurve Steil Mittel Mittel
Lizenzkosten Frei (intern) Frei Frei (Spec)

Quelle: Dreher-Consulting-Analyse auf Basis von Open-Group-Dokumentation, Zachman International, Forrester EAM Suites Landscape (Q4 2025) und 1.200+ Praxisprojekten — Stand Mai 2026.




Hinter den Klassikern: BIZBOK v15, SAFe 6.0, COBIT 2019, IT4IT

Die drei Klassiker decken nicht alles ab. Vier Frameworks ergänzen sie an konkreten Stellen — und sind im Mittelstand häufig wertvoller als ein orthodoxer TOGAF-Roll-out.

BIZBOK v15 — Business Architecture Body of Knowledge

Vom Business Architecture Guild im April 2026 in der 15. Auflage veröffentlicht. BIZBOK steht auf der Geschäftsseite und liefert genau das, was TOGAF business-seitig oft zu abstrakt lässt: ein konkretes Capability-Map-Vorgehen, Stakeholder-Modelle, Wertstrom-Logik. Im Mittelstand setzen wir BIZBOK gezielt dort ein, wo die Architektur direkt am Geschäftsmodell andocken muss — etwa beim Übergang von der Strategie zur Investitionsplanung.

SAFe 6.0 — Scaled Agile Framework

SAFe 6.0 (zuletzt aktualisiert September 2025, inklusive AI-Empowered-Agility-Ergänzungen) ist kein klassisches EAM-Framework, sondern ein Skalierungsmodell für agile Lieferung. Im Mittelstand relevant, sobald mehrere agile Teams architekturelle Abstimmung brauchen. SAFe liefert die Konzepte „Architecture Runway" und „System Architect" — beide passen sehr gut zur modularen, sprintfähigen Architektur, die wir bei Dreher Consulting empfehlen.

COBIT 2019 — IT-Governance

Von ISACA, weiterhin in der 2019er Edition aktuell, mit 40 Governance- und Management-Zielen. COBIT ist im Mittelstand selten ein eigenständiges Projekt — aber überall dort relevant, wo Compliance- und Audit-Anforderungen (NIS-2, DSGVO, branchenspezifische Regulierung) in die Architektur eingebettet sein müssen.

IT4IT — Open Group Reference Architecture

Eine Referenzarchitektur speziell für die IT-Wertschöpfung selbst. IT4IT ist nützlich, wenn die IT-Organisation als eigenes Geschäft gedacht wird (Strategy-to-Portfolio, Requirement-to-Deploy, Request-to-Fulfill, Detect-to-Correct). Im Mittelstand setzen wir IT4IT punktuell ein — vor allem in IT-Service-Management-Diskussionen.

Aus unserer Erfahrung: Sie brauchen keines dieser Frameworks vollständig. Sie brauchen genau die Bausteine, die zu Ihrer aktuellen Frage passen — und die Disziplin, den Rest bewusst wegzulassen.

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Der pragmatische Mittelstands-Stack: Wie wir Frameworks tatsächlich kombinieren

Statt einer monolithischen Framework-Wahl empfehlen wir einen Stack — vier Schichten, die sich gegenseitig ergänzen, ohne Doppelarbeit. So sieht er in unseren Mittelstandsprojekten aus.

Schicht 1
Geschäftsmodell & Capabilities · BIZBOK v15-Capability-Map + Business Model Canvas. Eine Seite. Vom Vorstand abgesegnet.
Schicht 2
Vorgehen & Iteration · TOGAF-ADM-Zyklus, schlank getailort. Architecture Sprints à 2–4 Wochen statt 6-Monats-Wasserfall.
Schicht 3
Visualisierung · ArchiMate 4.0 als Standardnotation. Tools wie Sparx EA, Archi, BiZZdesign. Modular, nicht monolithisch.
Schicht 4
Governance & Compliance · ausgewählte COBIT-Ziele für Audit-Tauglichkeit, IT4IT-Referenzen für IT-Service-Themen, SAFe-Bausteine bei mehreren agilen Teams.

Wichtig: dieser Stack wird nicht „eingeführt" wie ein Konzern-Programm. Er entsteht inkrementell, beginnend mit der Schicht, die das aktuelle Problem löst. Wir haben in einem mittelständischen Industrieprojekt mit ungefähr 2.000 Mitarbeitenden gesehen, dass die Kombination aus ArchiMate-Visualisierung und ADM-orientierter Iteration ausreichend war, um in neun Monaten 40 % redundante Schnittstellen zurückzubauen — ganz ohne formellen TOGAF-Roll-out. Der Maßstab ist der gelöste Problemfall, nicht die abgeschlossene Schulung.




Drei Praxis-Rezepte: Welche Kombination welches Problem löst

Der schnellste Weg zur richtigen Framework-Wahl ist nicht ein Lehrbuch — es ist ein konkreter Anwendungsfall. Drei Muster, die in Mittelstandsprojekten regelmäßig auftauchen.

Rezept 1

Heterogene IT-Landschaft sichtbar machen — und konsolidieren

Sie haben über die Jahre Insellösungen, parallele Cloud- und On-Premise-Systeme angesammelt. Niemand kann mehr sagen, wo die Datenwahrheit liegt. Sie wollen erst Transparenz, dann Konsolidierung.

Empfohlene Kombination: ArchiMate 4.0 für die schnelle Ist-Visualisierung · TOGAF-Capability-Modell zur Dublettenerkennung · ADM-Phase B/C für die schrittweise Soll-Architektur. Werkzeug: Archi (Open Source) oder Sparx EA.

Rezept 2

Geschäftsstrategie in Architektur übersetzen

Die Geschäftsführung hat eine neue Strategie verabschiedet — neue Märkte, neues Servicegeschäft, neue Plattform. Sie brauchen einen klaren Pfad von der Strategie bis zur Capability-Roadmap.

Empfohlene Kombination: Business Model Canvas als Strategie-Anker · BIZBOK v15-Capability-Map zur fachlichen Übersetzung · ArchiMate 4.0 für die Visualisierung der Soll-Capabilities · TOGAF-ADM-Phase A für die Strategieanbindung.

Rezept 3

Compliance- und Auditfähigkeit in der Architektur verankern

NIS-2, EU AI Act, branchenspezifische Audits (ISO 27001, MDR, GMP) — Sie wollen, dass Ihre Architektur die Nachweispflichten von Tag eins mitträgt, nicht nachträglich.

Empfohlene Kombination: Ausgewählte COBIT-2019-Ziele als Governance-Layer · ArchiMate 4.0 zur Audit-fähigen Modellierung · IT4IT-Referenzen für IT-Service-Architektur · TOGAF-ADM-Phase G (Implementation Governance).


Sechs Anti-Patterns bei der Framework-Einführung im Mittelstand

Frameworks scheitern selten am Inhalt. Sie scheitern an der Einführung. Aus 1.200+ Projekten haben wir sechs Muster destilliert, die in Mittelstandsprojekten regelmäßig zu Reibungsverlusten führen — und die mit etwas Disziplin alle vermeidbar sind.

1
Der orthodoxe TOGAF-Komplettstart. Wer im Mittelstand mit der vollen TOGAF-Implementierung beginnt, hat in den ersten sechs Monaten viele Modelle, viele Schulungsgutscheine und wenig Entscheidungen. Frameworks tragen erst, wenn sie ein konkretes Problem lösen — nicht, wenn sie vollständig dokumentiert sind.
2
Modellierung ohne Adressat. Wir sehen Architekturteams, die kunstvolle ArchiMate-Diagramme zeichnen, die anschließend niemand öffnet. Jedes Modell braucht eine konkrete Frage, die es beantwortet, und eine Person, die diese Antwort braucht. Sonst ist es Kunsthandwerk.
3
Der „Architekt im Elfenbeinturm". Architektur, die getrennt von der Lieferorganisation entsteht, wird nicht akzeptiert. Architecture Owner gehören in die Wertströme, nicht in einen abgekoppelten Architektur-Stab. Das gilt unabhängig davon, ob Sie SAFe, klassisch oder hybrid arbeiten.
4
Tool vor Methode. Eine teure EAM-Suite zu beschaffen, bevor klar ist, welche Fragen sie beantworten soll, ist eine sehr direkte Form, Geld zu verbrennen. Aus unserer Erfahrung reichen in den ersten neun Monaten oft Archi (Open Source) oder Sparx EA — die Suite-Frage stellt sich erst, wenn der Pflegeaufwand spürbar wird.
5
Der Versuch, alles zu standardisieren. Ein häufiger Reflex nach den ersten Modellen: jetzt bitte überall die gleiche Notation, das gleiche Vorgehen, dieselben Templates. Das ist im Mittelstand fast immer kontraproduktiv. Standardisieren Sie genau die Schnittstellen zwischen Wertströmen — innerhalb der Wertströme dürfen Teams eigenständig bleiben.
6
Frameworks als Argument gegen Veränderung. Das schädlichste Muster: ein Framework wird zum Schutzschild („Das geht laut TOGAF nicht so"), statt zum Werkzeug. Ein gutes Framework akzeptiert, dass die Realität es verändert. Wir formulieren das in jedem Projekt klar: Wenn das Framework und die Realität sich widersprechen, hat die Realität recht.


Warum Dreher Consulting

Drei Dinge unterscheiden uns konkret in der Framework-Frage.

 

Erstens

Methoden-Toolkit statt Standardmethode

Aus über 100 Mittelstandsprojekten und mehr als 20 Jahren Erfahrung mit Frameworks, Tools und Tailoring-Strategien haben wir ein Methoden-Toolkit entwickelt, das wir auf Ihren Kontext anpassen — nicht eine Standardmethode von der Stange.

 

Zweitens

33+ Jahre Erfahrung, 1.200+ Projekte

Wir haben TOGAF in den 2000ern eingeführt, bevor es Mode wurde. ArchiMate seit Version 2.0 in Mittelstandsprojekten eingesetzt. Diese Erfahrung lässt sich nicht abkürzen — und sie ist im Mittelstand der eigentliche Unterschied zwischen einem dogmatischen Roll-out und einer pragmatischen Lösung.

 

Drittens

100 % herstellerunabhängig und inhabergeführt

Keine Provisionen, keine Partnerstufen, keine Implementierungs-Marge im Hintergrund. Wir empfehlen Ihnen das Tool, das in Ihre Architektur passt — nicht das, an dem wir mitverdienen.

 

+ Mittelstands-Vorteil

Sie sprechen direkt mit Dr. Dreher

Nicht mit einer Junior-Beraterin im dritten Subteam.

„Der Maßstab ist nicht die Vollständigkeit der Modelle. Der Maßstab ist, ob eine Geschäftsführerin oder ein Geschäftsführer am Ende des Workshops eine Entscheidung treffen kann, die ohne das Framework nicht möglich gewesen wäre. Vertrauen entsteht durch praktische Antworten — nicht durch Schulungsgrad."


Nächster Schritt: 30 Minuten direkt mit Dr. Dreher

In einem 30-minütigen Erstgespräch klären wir mit Ihnen, welche Framework-Bausteine in Ihrer aktuellen Situation den größten Hebel haben — und welche Sie bewusst weglassen dürfen. Sie verlassen das Gespräch mit einer konkreten Empfehlung und einem klaren nächsten Schritt, nicht mit einem Verkaufsgespräch.

 

 

 



Häufig gestellte Fragen zu EAM-Frameworks im Mittelstand

Braucht jedes mittelständische Unternehmen ein vollständiges Framework wie TOGAF?

Nein. Ein vollständiger TOGAF-Roll-out ist im Mittelstand fast immer überdimensioniert. Wir empfehlen einen „Best-of"-Ansatz: nur die Bausteine nutzen, die ein konkretes aktuelles Problem lösen. Typischerweise reichen ArchiMate 4.0 für die Visualisierung plus zwei bis drei TOGAF-Bausteine (ADM-Zyklus, Capability-Modell). Alles andere kommt nach Bedarf.

Welche Framework-Kombination empfehlen Sie für den DACH-Mittelstand standardmäßig?

Unsere häufigste Empfehlung: ArchiMate 4.0 als Visualisierungssprache, ausgewählte TOGAF-Bausteine (ADM-Zyklus, Capability-Modell) für das Vorgehen, BIZBOK v15 für die Geschäftssicht, ergänzt durch SAFe-Konzepte wenn mehrere agile Teams involviert sind, und ausgewählte COBIT-2019-Ziele für Audit- und Compliance-Anforderungen.

Wie lange dauert die Einführung einer pragmatischen Framework-Kombination?

Erste sichtbare Ergebnisse — eine Capability-Map auf einer Seite, eine erste ArchiMate-Visualisierung der Ist-Architektur, ein priorisiertes Backlog — entstehen in vier bis acht Wochen. Eine vollständige Verankerung im Lenkkreis und in der Investitionsplanung ist ein kontinuierlicher Prozess über sechs bis 24 Monate.

Was ist der Unterschied zwischen TOGAF und ArchiMate, und braucht man wirklich beide?

TOGAF ist ein Vorgehen — wie eine Bauanleitung. ArchiMate ist eine Notation — wie der Bauplan-Zeichensatz. In der Praxis empfehlen wir beide, aber nicht orthodox: die ADM-Logik aus TOGAF, ohne formal TOGAF-zertifiziert zu sein, und ArchiMate als Sprache, ohne jeden Diagrammtyp einzusetzen.

Welche Werkzeuge nutzen Sie typischerweise mit ArchiMate?

Im Mittelstand starten wir oft mit Archi (Open Source) — frei verfügbar, ausreichend für die ersten neun Monate. Wenn Pflege und Versionierung wichtiger werden, wechseln viele unserer Kundinnen und Kunden zu Sparx Enterprise Architect oder BiZZdesign Horizzon.

Wie geht Dreher Consulting mit Frameworks in heterogenen Mittelstands-Umgebungen um?

Schlanke Ist-Aufnahme in zwei bis vier Wochen, gezielte Auswahl der relevanten Framework-Bausteine, Integration in Ihre bestehenden Prozesse — ohne Konzern-Bürokratie. In einem Mittelstandsprojekt haben wir auf diese Weise die Architekturdokumentation um rund 70 % reduziert und gleichzeitig die Transparenz spürbar gesteigert.

Welche Rolle spielt KI bei der Nutzung von EAM-Frameworks?

KI beschleunigt vor allem drei Dinge: die automatisierte Erkennung von Schnittstellen-Redundanzen, die Erstellung erster ArchiMate-Modelle aus bestehenden Dokumenten und die Priorisierung von Migrations-Roadmaps. KI-Empfehlungen werden bei uns nachvollziehbar dokumentiert — nie als Black Box. Unser KI-gestütztes Modell SCOReX® kommt vor allem in Anbieter- und Portfolio-Fragen zum Einsatz.

 

 
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Dr. Harald Dreher

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